Wie die Nachrichtenagentur Ahl-ul-Bayt (a.) – ABNA – berichtet, lösten die kontroversen Äußerungen von "Mike Huckabee", dem US-Botschafter in den besetzten Gebieten, in einem Interview mit dem amerikanischen Moderator "Tucker Carlson" eine Welle von Reaktionen und Kritik aus.
In diesem Interview berief er sich auf Texte der "Genesis" in der Tora und behauptete, Israel habe ein "biblisches Recht" auf das Gebiet "vom Nil bis zum Euphrat". Carlson fragte Huckabee: Bedeutet dies ein göttliches Recht Israels auf die Vorherrschaft über weite Gebiete, einschließlich Palästina und Teile arabischer Länder wie Jordanien, Syrien, Libanon, Irak, Saudi-Arabien und Ägypten?
Huckabee antwortete: "Wenn sie das alles nehmen wollen, ist das in Ordnung", fügte aber sofort hinzu: "Natürlich ist das nicht das Thema, über das wir heute sprechen."
Huckabee, der zuvor Gouverneur des Staates Arkansas war und eine der prominenten Figuren der evangelikalen zionistischen Strömung ist, die Israel unterstützt, hat mit seinen Worten den Diskurs "Vom Nil bis zum Euphrat" erneut in den Mittelpunkt politischer und medialer Debatten gerückt; ein Diskurs, der auf spezifischen religiösen Interpretationen der Tora-Texte basiert und von internationalen juristischen und politischen Kreisen stets kritisiert wurde.
Er verteidigte die israelischen Militäroperationen in Gaza – die zum Tod einer großen Anzahl palästinensischer Kinder geführt haben – und sagte auf die Frage, ob er mit diesen Ereignissen zufrieden sei: "Was würden Sie tun, wenn Ihre eigenen Kinder in Gaza als Geiseln gehalten würden, um sie zurückzubekommen?" Carlson betonte in seiner Antwort: "Ich rechtfertige niemals das Töten von Kindern und akzeptiere es unter keinen Umständen."
Analysten sagen, dass solche Äußerungen eines hochrangigen amerikanischen Diplomaten mit Sitz in Tel Aviv nicht außerhalb des Kontextes der aktuellen politischen Entwicklungen interpretiert werden können; insbesondere in einer Zeit, in der der israelische Siedlungsbau zunimmt.
Am Ende des Interviews versuchte Huckabee, die Kontroverse um seine Worte abzumildern und erklärte, dass "Israel nicht danach strebt, alle in den religiösen Texten erwähnten Ländereien zu erobern, sondern lediglich die Gebiete bewahren will, die unter seinem legitimen Besitz und seinem Siedlungsgebiet stehen", und bezeichnete dies als "sicheren Hafen". Kritiker werteten diese Worte jedoch als Versuch, die Ideologie der religiösen Überlegenheit in einem diplomatischen Gewand neu zu definieren.
Your Comment